Helau Heil

Seit 2015 scheint es im Karneval verstärkt zum Standart zu gehören, dass man Rassismus als humorige Kritik verkauft. Sei es bei Umzügen oder Umzügen oder bei Umzügen.

So verwundert es nicht, dass Rassismus auch in diesem Jahr zum festen Bestandteil einer zünftigen Karnevalssitzung zu gehören scheint. Zumindest, wenn man zu einer Veranstaltung des „Narrenbundes Süplingen e.V.“ geht.

Haldensleben. Eine Büttenrede in der sachsen-anhaltischen Provinz sorgt für Aufregung. In der Rede auf der Prunksitzung des Narrenbundes in Süplingen war am Samstag in rassistischer Manier von „Negern“ und „Asylanten“ die Rede, wie die Magdeburger „Volksstimme“ berichtet. Statt mit Protest und Widerspruch reagierten die Zuschauer in dem Ortsteil von Haldensleben demnach vor allem mit Klatschen und Johlen.

Die Zeitung veröffentlichte Auszüge aus der Büttenrede. Der Redner habe etwa über die Inschrift auf dem Berliner Reichstagsgebäude gesprochen. „Dem deutschen Volke steht da. Nordafrika gehört nicht mehr zu Deutschland. Das haben wir verloren“, sagte er demnach. „Trifft ein Asylant eine Fee“, habe ein weiterer „Witz“ begonnen. „Die Fee sagt, du hast drei Wünsche frei. Sagt der Asylant: Als erstes wünsche ich mir Geld. Viel Geld für mich, meine vier Frauen und meine 20 Kinder. Die Fee schaut ins deutsche Gesetzbuch und sagt: Kein Problem, bekommst du. Und schwupps war Geld da.

Quelle: https://www.rnd.de/politik/rassistische-buttenrede-linken-politikerin-fordert-konsequenzen-S7AC6QWSOFDYXAQH4YOIKBT4HM.html?fbclid=IwAR3AvDTdmsyFB42P5JIdetDq9fIPQ4XmO1nPBmftpcfr7ZGQLSqAj6tgVtE

Normalerweise werden solche Sitzungen geprobt und in der Regel ist bei diesen Proben doch immer mindestens ein Vereinsmitglied, in der Regel ein Pöstchenjäger, anwesend. Umso erbärmlicher ist es, dass Vorträge mit eindeutig rassistischem Inhalt, ohne Probleme durchgewunken werden. Apropos winken: ob beim Vorstand, während der Probe der rechte Arme unten blieb oder von der linken Hand daran gehindert werden musste, bleibt mit Sicherheit Vereinsinterna.

Der Spaßvogel dieser „lustigen“ Büttenrede heißt übrigens Brauns. Ob dieser „telling name“ ein Pseudonym oder tatsächlicher Familienname ist, ich weiß es nicht. Was man jedoch sagen kann ist, dass sich solche Inhalte auch auf den Sitzungen ab 1933 bis kurz vor der Ankunft von Sir Arthur Harris, großer Beliebtheit erfreuten.

Man kann den braunen Schellenclowns Süplingen e.V., auf der FB-Seite übrigens ein fröhliches Feedback in den Kommentaren hinterlassen: https://www.facebook.com/SNBhellau/?hc_location=ufi Bitte nicht beleidigend, sondern humorvoll. Es ist Karneval, also werden sie wohl einen Spaß verstehen.

Edit: Der Narrenclub Süplingen e.V. scheint Kritik gegenüber nicht gerade aufgeschlossen. Zumindest wurden diesbezügliche Kommentare stillschweigend gelöscht.

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