Stuttgart 21 (Lovehug Remix)

Herzlichen Glückwunsch an die Polizei Stuttgart,

wie auch die Exekutive in anderen Bundesländern bei den Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen, sorgen auch hier die Beamten vor Ort mit dafür, dass wir von einer dritten, ganz locker in die vierte Welle rauschen werden.

Unzählige Pfleger:innen und viele Ärzte auf den Intensivstationen spenden Ihnen, angesichts solcher Bilder, donnernd Standing Ovations. Gefolgt von Erkrankten, die bis heute mit den Folgen der Infektion zu kämpfen haben und last, but not least, die Familien, die Angehörige durch SARS-CoV verloren haben. Schließlich beteiligt sich die Polizei in Stuttgart heute aktiv daran, dass finanziell marode Kliniken wieder Geld in die klammen Kassen gespült wird. Das höhlt auf der anderen Seite zwar unser Gesundheitssystem aus, aber hey, man tut halt was man kann, nicht wahr?

Zudem hat Karsten Höfler, Leiter der Schutzpolizei Stuttgart, bereits am 1. April auf Facebook angekündigt, dass er und seine Truppe, im Namen der Versammlungsfreiheit alles für eine zunehmende Belegung der Intensivbetten tun werden.

Die Bilder und Videos auf Twitter können schon den Eindruck erwecken, dass sich hier verbrüdert wird. Für eine eindeutige Aussage allerdings ist die letzte Szene, von der ich unten noch ein Standbild gepostet habe, zu unvollständig. Es würde mich aber auch nicht verwundern.

Hier noch einmal als Standbild:

Polizeibeamter klatscht freudig einen pandemietreibenden Sozialimpotemzler ab, der ganz stolz darauf ist, dass er aufrecht laufen kann ohne mit den Fingerknöcheln über den Boden zu schleifen.

Edit: Zum obigen Videoschnippsel, bzw standbild gibt es inzwischen eine Ausrede Stellungnahme der Polizei Stuttgart auf Twitter

Nanu, ich dachte bisher immer, dass die Polizei politische Neutralität zu wahren hat. Wie kommt es dann, dass solch ein Plakat unbeanstandet an einem Polizeiwagen hängen darf?

Das muss man sich einmal vor Augen führen. Mit Plakaten dieser Art wird seit Beginn der Corona-Demos von irgendwelchen „Demonstranten“ in den Lüften herumgestochert. Plakate, auf denen Frau Merkel, Herr Drosten oder – in diesem Fall Olaf Scholz als Schuldige abgeurteilt werden – und die Polizei Stuttgart beteiligt sich hier aktiv daran, dass dumpf-reaktionäres Gebaren, dem schon oft genug Mordrohungen gefolgt sind, das einmal in die Tat umgesetzt wurde, Raum gegeben wird.

Die Exekutive in Deutschland bietet dem demokratiefeindlichen Bündnis Quer“denken“ auf ihren Einsatzfahrzeugen kostenlose Werbefläche für menschenverachtende Propaganda und Verurteilungen von Politikern im Namen „des Volkes“. Deutlicher kann man nicht demonstrieren, dass man einen feuchten Dreck auf Dienstverpflichtungen gibt und es mit der Gesetzgebung nicht so genau nimmt.

Dienstaufsichtsbeschwerden werden hier nichts bringen. Da kommt höchstens das Standard-Blabla, dass eventuell innerdienstlich ermittelt werde und in Wirklichkeit geschieht genau nichts.

Doch die Polizei bei Quer“denken“-Demos wäre nicht die Polizei bei Quer“denken“-Demos, wenn sie nicht auch martialischer könnte.

Friedlich Demonstrierende können keine Viren übetragen.

Mit freundlichen Grüßen Ihre Virologen von der Polizei Stuttgart

Wie friedlich Demonstrierende tatsächlich waren, kann man bspw. auf unten stehenden Videoschnippseln erkennen

Journalisten der ARD wurden nicht „nur“ bepöbelt, sondern auch seitens der friedlichen Quer“denker“ angegriffen. So berichtet die ARD auf Tagesschau

Auf einem Video, das der Polizei vorliegt, ist zu sehen, wie ein Journalist in der Cannstatter Straße offenbar von einem Demonstrationsteilnehmer angegriffen wird. Am späten Samstagabend berichtete das Polizeipräsidium Stuttgart, dass nun ein 37-jähriger Tatverdächtiger ermittelt und vorläufig festgenommen wurde. Zudem gab es vereinzelt weitere Übergriffe auf Journalisten, unter anderem wurde ein ARD-Fernsehteam auf dem Gelände des Cannstatter Wasens bedrängt. Sie mussten ein Live-Schaltgespräch zum Fernsehen unterbrechen“

Da stellt sich die Frage, ob diese gewalttätige Experten nicht wissen, dass genau diese gewaltaffinen Kriminellen mit dafür sorgen, dass es um die Pressefreiheit in diesem Land durch genau solche Aktionen schlechter bestellt ist oder ob Demokratieverächter genau das wollen.

Für die Exekutive waren solche Bilder, so überhaupt Notiz davon genommen wurde, selbstverständlich kein Grund einzugreifen und dies rigeros zu unterbinden. Das Risiko eines erhöhten Aerosol-Ausstoßes wäre einfach zu groß gewesen. Ergo macht man seitens der staatlichen Gewalt das, was man auch bei den letzten Quer“denken“-Demos grandios beherrscht hat: Beleidigungen, Bedrohungen und körperliche Attacken auf Journalisten werden gerne übersehen und kaum geahndet.

Im Falle des Steinewerfers Eierwerfers (hat sich inzwischen scheinbar herausgestellt) hat man sich immerhin bemüht den Täter zu ermitteln und vorläufig festzunehmen. Applaus! Doch Journalisten präventiv zu schützen, das kam den Damen und Herren in Uniform offenbar nicht in den Sinn.

Ich wiederhole noch einmal das, was ich eingangs bereits geschrieben habe: angesichts solcher Bilder werden Pfleger:innen und Ärzte auf den Intensivstationen begeistert sein und auch bei den Familien, denen Angehörige am Beatmungsgerät verreckt sind und die, die bis heute mit Langzeitfolgen zu kämpfen haben, kennt die Freude keine Grenzen mehr.

Ich bin jetzt schon gespannt darauf, welche Plakate bei der nächsten Demo auf der neuartigen Werbefläche Polizeiwagen Platz finden. Bis zu noch konkreteren Drohungen ist es nun ohnehin nur ein kleiner Schritt. Vielleicht darf es auch ein gelber Stern sein? Schließlich ist man sich in diesen Demonstranten-Kreisen auch vor schäbigster Relativierung von NS-Verbrechen nicht fies. Wie denn auch, wenn Antisemitismus inzwischen eine fester Bestandteil der Quer“denker-Szene ist.

Fazit: auch in Stuttgart glänzt die Exekutive durch Unfähigkeit, Unwilligkeit und Totalversagen dringend notwendige Auflagen durchzusetzen und beteiligt sich so aktiv daran, dass wir alle noch lange etwas von SARS-CoV2 und seinen Mutationen haben werden.

Danke Polizei, einige eurer Beamten haben da heute wieder einmal einen tollen Job gemacht und gnadenlos abgeliefert! Weiter so.

Dass es auch anders geht, zeigt die Polizei nur kurze Zeit später:

Eines kann man deutlich sagen: Quer“denker“, Polizei, die Stadt Stuttgart und die Landesregierung Baden-Württemberg betätigten sich in der Landeshauptstadt gleichermaßen wissentlich als Pandemietreiber. Wie viele Infizierte (die unter Langzeitfolgen zu leiden haben werden) und Corona-Toten nach Stuttgart auf das Konto von Quer“denkern“, diensthabenden Beamt:innen und der Landesregierung gehen, wird man nicht genau sagen können, aber es wird erneut Gesundheit und Menschenleben kosten.

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