Hildmann boykottiert mal wieder Juden und Israel,…

… vielleich aber auch nicht. Würde er es tun, herrschte auf Telegram und Co. vermutlich herrliche Ruhe.

Momentan vergeht immer noch kein Tag, an dem Attila Hildmann nicht gegen Juden hetzt. In der relativ sicheren Türkei kann er dies offenbar tun, ohne irgendwelche Konsequenzen fürchten zu müssen. Der deutsche Rechtsstaat hat in seinem Fall kapituliert, bzw größtmögliche Untätigkeit bewiesen.

So ruft er heute – mal wieder – zum Boykott „jüdischer“ Produkte auf. Ob er das, was er von seinen Anhängern fordert selbst so konsequent durchzieht, ist mehr als fraglich. An dieser Konsequenz ließ er es in der Vergangenheit bereits desöfteren mangeln. Ich erinnere mich beispielsweise an das berühmte Foto, als ihn jemand in einer Arztpraxis erwischte. Mit „Sklavenmaske“ vor dem Gesicht, den Laptop auf den Knien.

A. Hildmann bei einem Arzt der bösartigen Systemmedizin. Brav mit Maske, während er seine Follower dazu aufruft, sich diesem „Diktat“ zu verweigern.

Würde Hildmann also das befolgen, was er von seinen Anhängern fordert, bzw. in seinen Telegram-Account krakeelt, hätte er keinerlei Reichweite mehr. Fraglich, ob er dann überhaupt über ein Smartphone, einen Rechner, ein Tablet oder Speichermedien in Form von USB-Sticks verfügen würde. Die Zeiten der 1960er, in denen landwirtschaftliche Exportgüter Israels, darunter die berühmte Jaffa-Orange, etwa 60% der Ausfuhrgüter ausmachten, sind längst vorbei. Die einzige Demokratie im nahen Osten, hat sich inzwischen zu einem Hochtechnologieland entwickelt und dafür kann man nur dankbar sein.

Im nachfolgenden Text möchte ich einmal vor Augen führen, welche nützlichen und wichtigen Dinge aus Israel kommen und von Juden ersonnen und entwickelt wurden. Hildmann spielt dabei lediglich insofern eine Rolle, als dass er zum Boykott „jüdischer“ Waren etc. aufruft, er es jedoch „jüdischer“ Technologie verdankt, dass er seinen Hetze überhaupt in das Netz krakeelen kann.

Hildmann benutzt bevorzugt Smartphones von Apple. Das zweitgrößte R&D-Center (zuständig für Forschung und Entwicklung) des Konzerns steht in Herzliya. 2015 waren dort bereits über 700 Mitarbeiter tätig. Das verwundert nicht sonderlich, denn an Israel kommt inzwischen kein großes Technologieunternehmen mehr vorbei. Zumindest nicht, wenn man den Anschluss behalten möchte.

Eine weitere Technologie die in iPhones steckt, ist der Sensor Capri, der von dem Tel Aviver Unternehmen PrimeSense entwickelt wurde. Dieser ermöglicht es Standort und Bewegung des Nutzers zu erfassen. Für Apple interessant, um ihn in seinen Geräten zu verbauen und so vor Kollisionen mit anderen Nutzern, die ebenfalls beim Laufen nur auf ihr Smartphone starren, zu schützen. Also kaufte Apple PrimeSense 2013 einfach auf und nutzt diese „israelische“ Technologie seitdem in seinen Produkten.

Die immer leistungsfähigeren Kameras in Smartphones, die es schaffen, gleichzeitig mehrere Blenden und verschiedene Fokussierungsebenen zu einem qualitativ höherwertigen Foto zusammenzustellen, verdanken wir Unternehmen wie LinX. Diese Firma wurde 2011 von Ziv Attar und Andrej Tovchigrechko in Israel gegründet und 2018, aufgrund seiner hochwertigen Entwicklung, aufgekauft. Na, von wem wohl? Richtig, wieder von Apple.

Es wird also langsam Zeit, dass der antisemitische Hetzer Attila Hildmann sich konsequent von jeglichen Produkten mit dem Apfel-Logo trennt, wenn er denn Aufrichtigkeit, Geradlinigkeit und Rückgrat beweisen möchte. Dann soll er, in all seiner Widerlichkeit aber auch bitte konsequent sein.

Ein weiteres Produkt das Hildmann, genau wie Milliarden andere Nutzer, sicherlich oft und gerne benutzen ist der USB-Stick, dessen Erfindung und Entwicklung wir dem Ingenieur Dov Moran aus Israel zu verdanken haben.

Ein Erfindergeist, der enorm wichtig für die Computertechnlogie war, ist, bzw. war Andrew Grove, Mitbegründer der Firma Intel. Grove wurde am 2. September 1936 als Gróf András István in Budapest, Ungarn geboren. Den HWas wir der Firma Intel an (Vor)Leistung zu verdanken haben, braucht hier, so glaube ich, nicht weiter erläutert zu werden.

Die Firma Mobileye ist ein israelisches Tochterunternehmen von Intel. 1999 von Ziv Aviram und Amnon Shashua gegründet, entwickelte man Fahrerassistenzsysteme, die unter anderem in Wagen BMW, Volkswagen, Ford und Nissan verbaut wurden/werden. Ob diese Teile auch in Fahrzeugen von Porsche verbaut sind, weiß ich nicht. Doch Hildmannn fährt das Ding momentan sowieso nicht mehr. Viermal die Motoren dieses Herstellers schrotten, das muss man 1. erst einmal schaffen und das geht 2. ins Geld.

Apropos Geld: dass Juden Geld über alles geht, ist ein weiteres antisemitisches Stereotyp, das Attila Hildmann gerne verbreitet. Er selbst zeigt jedoch ebenfalls gerne, dass er es anscheinend dicke hat. Zu Anfang seines „Wirkens“ auf Telegram, verging jedenfalls kaum ein Tag, an dem er nicht wie angestochen mit dicken Bündeln vor der Kamera herumfuchtelte.

Attila und seine geliebten Scheine. Rechts, Attila auf der Suche nach Hackern. Diese haben sich angeblich danach (unverzüglich, sofort) zu Tausenden bei ihm gemeldet. Natürlich nur die Besten der Besten, die allesamt bereits für CIA, KGB und DMT gearbeitet haben.

Gleichzeitig verkündete Hildmann mal via Telegram, dass seine Angestellten stolz darauf seien für ihn, bei einem geringen Lohn, zu arbeiten. In den antisemitschen Stereotypen die er bedient, steckt also vermutlich eine ganze Menge Projektion.

Ein weiteres Gebiet auf dem Israel seit einigen Jahren wichtige Beiträge leistet, ist die medizinische Forschung. So gelang israelischen Wissenschaftlern im letzten Jahr ein wichtiger Durchbruch auf dem Gebiet der Krebsforschung. So schreibt die Jüdische Allgemeine

Mittels einer neuartigen Technologie sei es erstmals gelungen, um Krebszellen in Mäusen mit genetischen Botenstoffen zu zerstören, ohne dabei gesunde Zellen zu beeinträchtigen, schrieben die Wissenschaftler der Universität Tel Aviv in einem Beitrag für das Fachjournal „Science Advances““

Bei dieser neuartigen Technologie handelt es sich um die Genschere CRISPR/Cas. Ja, diese böse Gentechnologie. Ist sie doch wahrscheinlich tatsächlich in der Lage, beim Kampf gegen Krebs in Zukunft eine wichtige Rolle zu spielen. Als jemand der in seinem engeren Familienkreis drei Menschen durch Krebs verloren hat und der so selbst ein guter Kandidat dafür ist daran zu erkranken, ist dieser Durchbruch für mich zu bedeutend und wichtig, als dass mir da Bedenken kommen. Sollen sie meine Gene nehmen und entschlüsseln. So lange es Krebs besiegt, geht das für mich in Ordnung.

Ein weiterer Fortschritt gegen Krebstumore, in diesem Fall Brustkrebs, wurde 2019 durch das israelische Unternehmen „IceCure Medical“ erreicht. Dazu schreibt israelnetz.com in einem Artikel

Bei dem neuen Prozedere wird über eine Nadel eine minus 134 Grad kalte Lösung in das Karzinom initiiert, um es einzufrieren. Das Gewebe wird dadurch inaktiv und erlaubt dem Körper in den nächsten Wochen damit natürlich umzugehen, als sei es totes Gewebe. Der Eingriff lässt im Gewebe eine kleine Narbe zurück. Ansonsten finden sich keine Spuren auf der Haut oder den Organen. Laut des Unternehmens können die meisten Patienten so innerhalb einer Stunde behandelt werden.

Sollten sich die weiteren Versuche als erfolgreich erweisen, wäre dies Hoffnung für Milliarden von Frauen.

„Pill-Cam“, eine Kamera zum Schlucken ist eine Entwicklung des israelischen Unternehmens Given Imaging. Erfunden wurde die Kamera, die sich in einer kleinen Kapsel befindet, vom israelischen Raketenphysiker Gavirel Iddan bereits vor 14 Jahren. So können etwa 21 Magen-Darm Erkrankungen erkannt und entsprechend behandelt werden.

An wie vielen anderen Dingen mit Nutzen für die Gesellschaft jüdische Menschen beteiligt waren und sind, kann man wohl nicht zählen. Ich habe mich in diesem Beitrag lediglich auf ein paar aktuelle Dinge konzentriert, die wir alle täglich nutzen, bzw. die uns in vielen Fällen eine Hilfe sind, bzw sein können und die wir Juden aus dem Hochtechnologieland Israel zu verdanken haben.

All jene, die Hildmanns Aufruf folgen wollen, einschließlich ihm selbst, sollen doch bitte auf die Produkte und Technologien verzichten. Diese Abmachung gilt unverzüglich, sofort – d’accord?

Doch bei Leuten wie Hildmann gelten diese Forderungen selbstverständlich nur gegenüber anderen. Spätestens wenn der persönliche Wohlfühlfaktor davon betroffen ist, wird man inkonsequent und nimmt es mit dem Befolgen seiner antisemitschen Hetzpropaganda nicht mehr ganz so genau.

Wahrscheinlich sitzt er gerade bei einem guten und gesunden Salat aus Kirschtomaten und hämmert auf einem iPhone, voller israelischer Technologie, seine Parolen in den Äther. Kirschtomaten? Moment, wer hat diese leckeren kleinen roten Teile, die Hildmann bis zur Schließung noch selbst in seiner Vegan-Kaschemme anbot, „erfunden“? Richtig, „der Jude“ war’s. Genauer, die Juden Chaim Rabinowitch und Nachum Kedar. Denen kann man dafür nicht genug danken. Sind doch diese kleinen Tomaten nicht nur ausserordentlich lecker, sondern auch noch schön handlich und wasserarm, was sich wiederum geschmacklich ausserordentlich positiv bemerkbar macht.

Daher sollte Hildmann, wenn er denn konsequent ist, in der Türkei unverzüglich einen Autokorso wider die Kirschtomate starten und die Bevölkerung von Izmir, Istanbul und Ankara öffentlichkeitswirksam per Megaphon dazu auffordern, dieses Gemüse umgehend zu boykottieren.

Apropos hildmannsche Konsequenz: Es mag ihm vielleicht nicht passen, doch in seiner neuen Heimat Türkei, wird selbstverständlich ebenfalls vakziniert. Die Infektionszahlen, die seit Mitte März wieder steil ansteigen, machen es auch dort dringend notwendig, dass dies so schnell wie möglich passiert. Der Hersteller des Impfstoffs, den die Türkei importieren muss, ist das Unternehmen Sinovac Biotech. Die sitzen in einem Land, das Hildmanns zweitgrößtes Hassobjekt darstellt, in China.

Doch Hildmann ist leider nicht so dumm, als dass er nicht ganz genau weiß, was ihm dort blüht, wenn er deswegen die Entscheidungen der türk. Regierung, bzw. Erdogans, anprangern und zum Thema seiner geistigen Diarrhoe machen würde.

Zum Abschluss noch ein Verweis auf „hagalil – jüdisches Leben online“.
Dort ist ein, in meinen Augen, wichtiger Beitrag erschienen.

„Anfrage an Staatsanwaltschaft und Gesellschaft – Anlässlich des nicht vollstreckbaren Haftbefehls gegen Attila Hildmann“

Bitte lesen.

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